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Archive for the \'Gehirn\' Category

Fliegende Ratten

Bereits im letzten Jahr hatte es einen Bericht gegeben, über die Erforschung von Rattenhirnzellen als biologische neuronale Netze. Das besondere daran war, dass die Rattenhirnzellen in einer Petrieschale liegen und mit Kabeln an einen Flugsimulator angeschlossen sind. Inzwischen sind die Ergebnisse dieses Experimentes doch recht fortgeschritten: heise berichtet, dass die Rattenneuronen in der Petrieschale bereits einen F-22 Kampfjet “bei Hurricane-Windstärke sicher” steuern. Diese, nach einem in bester Gibson-Manier geschriebenen Cyberpunk Roman klingende Geschichte ist jedoch wahr. Es scheint, als stünde dem biologischen Computer nicht mehr viel im Weg. So kann sich die Neuroinformatik wieder zurück zu ihren Ursprüngen, den biologischen neuronalen Netzen, begeben und mein nächster Rechner hat dann 1 Pfund Rattenhirnzellen.

Sehen was wir wollen

Jan machte mich auf eine Seite mit einer Sammlung von optischen Täuschungen aufmerksam. Dabei ist eine Kategorie mein Favourit: diejenigen Täuschungen, die auf Erwartungen des Gehirns basieren. Unser Gehirn kann dadurch zwar sehr stark verrauschte oder nur halb vorhandene Informationen ergänzen und ist dadurch besonders leistungsfähig beim Thema Erkennung, doch ab und an lässt sich unser Gehirn auch zu Fehlinterpretationen leiten. Auch sehr schön sind die klassischen Escher-Bilder, bei denen die kognitive Wahrnehmung ausgetrickt wird. Einige der optischen Täuschungen basieren jedoch auch auf der Signalverarbeitung im Gehirn. Wer sich mehr für dieses Thema interessiert, dem seien Bücher wie “Geist im Netz” von Manfred Spitzer oder “Die Seelenmaschine” von Paul M. Churchland empfohlen. Diese führen nicht nur in die Signalverarbeitung des Gehirnes ein, sonder erweitern auch den Blick in Richtung Simulation solcher Phänomene durch künstliche neuronale Netze.

Frauen beim Sex gefühllos

Telepolis berichtet: In einer Untersuchung wurde festgestellt, dass bei Frauen sich die Gehirnareale für Angst, Furcht und andere Gefühle während eines Orgasmus abschalten. Ergebnisse für Männer konnten nicht ermittelt werden, da deren Orgasmus für die Scanner zu kurz waren…